Lagerblog


Freitag, 12.07.2019

Am heutigen Tag sollte sich herausstellen, ob die Gallier, die nun im Besitz aller Zaubertrankzutaten waren, die Römer endgültig niederringen können. Um sich für den Kampf zu rüsten und sich vom Bevorstehenden abzulenken, konnten sich die Kinder auf verschiedenste Arten individuell vorbereiten. Die Einen lebten sich kreativ beim Basteln von Schildern und Schwertern aus Karton oder dem Knüpfen von Armbändern, um welches im diesjährigen Lager ein regelrechter Hype entsprang, aus. Der verbliebene Rest war dem Ausgang des Kampfes so optimistisch eingestellt, dass sie sich schon um die Vorbereitungen einer allfälligen Siegesfeier kümmerten oder sich gar einen Wellnessmorgen gönnten. Nach der Pizza, die es zum Mittagessen gab, war es endlich so weit. Der Entscheidungskampf stand unmittelbar bevor. In diesem Gruppenspiel musste man dem Gegner an der Hose befestigte Bändel entreissen. Mit den so gewonnenen Bändeln konnte man Ballone kaufen und diese gegen eine von acht Aufgabenstellungen eintauschen. Mit dem Meistern der letzten Aufgabe stand der Sieg der Gallier über die Römer in Stein gemeisselt. Der morgendliche Optimismus über den Ausgang des Konflikts, der einige der Dorfbewohner am Morgen überkommen hatte, machte sich bezahlt, denn dank ihnen war die wohlverdiente Party schon fast bereit und die Feiernden waren das Einzige, was noch fehlte. Damit stand einem Festschmaus mit anschliessender Disco nichts mehr im Wege. Für die zufriedenen und fast schon abreisebereiten Gallier ging somit der vorletzte Lagertag feierlich seinem Ende entgegen. 


Donnerstag, 11.07.2019

Da wir alle wegen der Geisternacht den Weg ins Bett erst spät in der Nacht fanden, war das heutige Frühstück erst auf neun Uhr angesetzt. Anschliessend waren Basteln, Spiel und Sport angesagt. Besonders beliebt war eine mit Wasser benetzte Plastikfläche, die zur Rutschbahn umfunktioniert wurde.

Am Nachmittag ging es im Auftrag von Miraculix mit Bussen ins Tal hinunter, wo wir die Saline von Bex aufsuchten. Dort folgten wir Miraculix Bitte, Salz für seinen Zaubertrank aus der Mine zu besorgen. Nach getaner Arbeit entschlossen wir uns, da wir sowieso schon da waren, eine Führung durch die Stollen zu geniessen. Dazu ratterten wir erst einmal in Minenzüglein über einen Kilometer in den Berg hinein. Im Herzen des Berges angekommen, lernten wir, wie die Mineure die Stollen ausmeisseln konnten, um an das Salz zu gelangen. Weiter erfuhren wir, welche Techniken angewendet werden, um dies zu vollbringen.

Die Lagerteilnehmer durften sich anschliessend auch im Handwerk der Mineure versuchen. Dazu konnten sie, mit Hammer und Meissel ausgerüstet, die Stollenwände bearbeiten. Jedoch kamen sie schnell zum Schluss, dass dieses Handwerk viel zu anstrengend und somit nichts für sie wäre und Kinderarbeit gesetzlich sowieso verboten sei.

Auf dem Rückweg machte sich dann die der kurzen Nacht geschuldeten Müdigkeit bemerkbar und ein Grossteil der Kinder sowie Leiter überstanden die Rückfahrt nicht ohne einzunicken.

Nach dem Abendessen, welches aus köstlichem Reis Cazimir bestand, liessen wir den Tag mit einer gemütlichen Gesangsrunde ausklingen. 


Mittwoch, 10.07.2019

Weil Cäsar und Kleopatra die Kräfte ihrer Völker erneut messen wollten, dieses Mal sogar im Beisein weiterer Grossmächte, wie etwa den Wikingern oder den Germanen und Griechen, fand am heutigen Tag ein Postenlauf statt.

Um die Posten erfolgreich absolvieren zu können waren verschiedenste Attribute gefordert.

Am ersten Posten mussten die Teams etwa zeigen, ob sie, wie es bei den römischen Legionen üblich ist, über Disziplin und Gehorsam verfügen. Dazu mussten sie im Gleichtakt in Reih und Glied marschieren und unter Beweis stellen, dass sie sich im Falle eines plötzlichen Auftauchens von Asterix und Obelix schnellstens verstecken können.

Auch gefragt war unter anderem ein grosser Hunger. Denn einer der Posten verlangte von den Mannschaften, Sugus mit den Zähnen von Schnüren zu reissen und anschliessend mit nur einer Hand zu öffnen und zu verspeisen.

Gesucht war ausserdem auch das Geschick, eine Pyramide aus Kapla-Hölzern zu erbauen, wozu diese zuerst in einer Menschenkette herantransportiert werden mussten.

Zwischen den Posten waren die Teams damit beauftragt, unterschiedliche Rätsel und Knobelaufgaben zu lösen.

Zurück im Lagerhaus wurden wir von der Küche mit kühlenden Glaces erwartet. Das darauffolgende Abendessen bestand aus den allseits beliebten Fotzelschnitten und markierte ein weiteres Wochenhighlight.

Momentan sind die Kinder auf dem Weg ins Bett, wo sie jedoch nur eine kurze Zeit verweilen werden, bevor sie für eine nächtliche Mutprobe, der diesjährigen Version der Geisternacht, wieder geweckt werden.


Dienstag, 09.07.2019

Am heutigen Tag stand mit dem Nummernspiel ein Wochenhighlight auf dem Plan. Dazu fuhren wir bereits um 8:20 am Morgen in zwei Postautos ins Tal. Da wir so früh losfahren mussten und trotzdem nicht allzu früh aus den Federn wollten, fand das Frühstück erst am Lac Tannay statt.

Gestärkt ging es anschliessend im anliegenden Wald ans Nummernspiel. Dabei stehen sich zwei Teams, ausgerüstet mit Skinummern gegenüber und haben zum Ziel, möglichst viele Nummern des Gegnerteams zu erraten. Nach zwei ereignisreichen Halbzeiten zu je 45 Minuten kehrten wir an den See zurück, wo fleissig grilliert, gejasst und natürlich auch im Wasser geplantscht wurde.

Nachdem sich alle ausgetobt hatten, ging es mit dem Postauto wieder hangaufwärts Richtung Torgon. Das Abend-programm bestand aus den Gallier-Spielen, einer Festivität, welche von Kleopatra für die Lagerteilnehmer als Dank für ihre Hilfe bei Kleopatras Wette gegen Cäsar organisiert wurde. Jedes Kind wurde hierzu mit zehn Pfala-Talern ausge-stattet, welche bei unterschiedlichsten Spielen, welche sowohl Können als auch Glück erforderten, verwettet werden konnten. Zwischendurch wurden die Spiele jeweils unterbrochen, worauf sich alle ins Kolosseum begaben, um dem Spektakel von sich messenden gallischen-, sowie römischen Berühmtheiten beizuwohnen! Natürlich wurde dabei auch der einte oder andere Taler auf den Ausgang der jeweiligen Partien gesetzt.

 Als die Festivitäten langsam ausklangen, ging es daran, sich ein gute Nacht zu wünschen und ins Bett zu gehen. 


Montag, 08.07.2019

Der heutige Tag wurde mit der Bitte Miraculix, für ihn Kräuter zu sammeln eingeleitet. Um diese Bitte zu erfüllen, begaben wir uns auf zwei verschiedene Wanderrouten, welche direkt vom Lagerhaus aus starteten. Die erste und zweite Klasse absolvierte die kürzere Strecke, während sich die restlichen Lagerkinder an einer etwas längeren Wanderung von ca. 3h Laufzeit versuchten. Es herrschte gute Stimmung und es wurde viel gesungen und gelacht, wobei jedoch Miraculix Auftrag zu keiner Zeit vernachlässigt wurde. Dank den findigen Kindern waren wir bei der Beschaffung der benötigten Kräuter wie erwartet erfolgreich.

Von der Hitze völlig durchschwitzt kamen wir am frühen Nachmittag ins Lagerhaus zurück. Da wir dieses Jahr keinen Pool im Lager haben, wurde nach Alternativen zur Kühlung gesucht und es entwickelte sich eine Wasserschlacht, bei der kaum einer trocken blieb.

Kaum waren wieder alle trocken, wurde auch schon zum Nachtessen geläutet. Es gab Käsespätzli, welche mit einem tobenden Applaus an die Küche quittiert wurden.

 Wie schon an den Vortagen bestand das Abendprogramm aus Sport und Spiel. Natürlich wurde wieder Pingpong und Volleyball gespielt, aber auch musiziert und erste Beiträge für die Lagerzeitung angefertigt. Damit endete der nun schon dritte Lagertag. 


Sonntag, 07.07.2019

Als wir heute mit dem Frühstück beginnen wollten, stürmte auf einmal die aufgebrachte Kleopatra, gefolgt vom wutentbrannten Cäsar, in den Speisesaal. Sie befanden sich inmitten eines heftigen Streites, der sich darum drehte, wessen Untertanen denen des Gegenübers überlegen seien. Nach langem Hin und Her einigten sich die beiden Streithähne darauf, dass ein sportlicher Wettkampf diese Uneinigkeit aus der Welt schaffen soll. Kleopatra forderte die Lagerteilnehmer auf, ihr Volk bei den Spielen zu repräsentieren, während Cäsars Auswahl aus sechs gestählten Lagerleitern bestand. Kaum hatten die Auserwählten den 30-minütigen Fussmarsch zum Sportplatz, auf welchem das prestigeträchtige Turnier stattfinden sollte, zurückgelegt, begannen sich die Teams auch schon in verschiedensten Disziplinen, die aus einer Wildschweinjagt, einem Gladiatorenkampf, einer Hinkelstein-Stafette, sowie einem Hinkelstein-Weitwurf und noch so einigen Weiteren bestanden, zu messen. Zu Cäsars Entrüstung triumphierten Kleopatras Athleten in sämtlichen Disziplinen. Natürlich waren diese Spiele, die bei sommerlichen Bedingungen abgehalten wurden, für sämtliche Sportler enorm kräftezerrend, sodass uns die Küche am Abend mit einem vorzüglichen Hackbraten und Nudeln wieder stärken musste, um für das Abendprogramm wieder fit zu sein. Dieses bestand aus Spiel und Sport im- und ums Lagerhaus und fand anschliessend an den ersten Lagerkiosk, an welchem die Kinder ihre Süssigkeiten - Vorräte wieder aufstocken konnten, statt. Bevor sich die Kinder Richtung Bett aufmachten, liessen wir den Abend mit einem Schokoladenmousse ausklingen.


Samstag, 06.07.2019

Nach vier Jahren in Wimmis (BE) residiert das diesjährige Pfarreilager in Torgon (VS) oberhalb des Genfersees. Die Anreise erfolgte, anders als gewohnt, mit zwei Cars. Nach vier Stunden Fahrt erreichten wir Torgon, wo zu unseren Erwartungen widersprechend sogar die Sonne schien.

Nachdem die Zimmer bezogen und unsere Mägen mit köstlichen Spaghetti gefüllt waren, startete das Nachmittags-programm, welches grössten teils aus Basteln und Sport rund ums Haus bestand. Es wurden Flaggen bemalt, Volleyball, Tischtennis und Gesellschaftsspiele gespielt.

Nach dem Abendessen wurden die Lagerteilnehmer ins Thema eingeführt. Plötzlich tauchten Asterix, Obelix, Miraculix, ihr Anführer Majestix und sein Gefolge im Esssaal auf und informierten uns darüber, dass ihr Dorf von Cäsar bedroht werde und sie unsere Hilfe benötigen! Denn die Gallier müssen mit Hilfe der Pfalateilnehmer die von ihnen benötigten Zaubertrankzutaten zusammensammeln, um über die Römer triumphieren zu können.

Um dieses Ziel erfüllen zu können, wurde jedem Kind eine Phiole verteilt, um die Zutaten fachgerecht verstauen zu können.

Kaum hatten wir den Galliern unsere Hilfe zugesprochen, luden sie uns ein, mit ihnen zu musizieren. Doch bevor wir dazu kamen, mussten sich die Gallier um ihren Barden Troubadix, welcher über absolut kein Gespür für Musik verfügt, kümmern! Gar nicht zimperlich fesselten ihn die Gallier, angeführt vom Dorfschmied Automatix, an einen Baum, um ihn vom Musizieren abzuhalten. Danach konnte endlich mit dem Singen begonnen werden und nach einem kleinen Dessert ging der erste Lagertag seinem Ende entgegen.